Acoitum Napellus (acon.)

Allgemeines

Eines der wichtigsten Akutmittel ist Aconitum (zusammen mit Belladonna).
Der deutsche Name lautet Eisenhut, und ist eine bis 150 cm hohe, mehrjährige Staude. In der Literatur gibt es verschiedene Erklärungen für den Namen:

Der botanische Name leitet sich aus dem lateinischen Wort „Acon“ für Pfeil ab. Das tödliche Gift des Eisenhutes wurde über Jahrhunderte als Pfeilgift zum Jagen verwendet.

Die charakteristische Form der Pflanze entspricht einem eisernen Helm, wie ihn die Ritter und Landsknechte des 15. und 16. Jahrhundert getragen haben, deshalb wird die Pflanze auch als Sturm oder Eisenhut bezeichnet.

Indikationen

Aconitum wird vor allem bei akuten Erkrankungen mit heftigen plötzlichen Charakter und hohem Fieber (typischerweise ohne Schweiß) eingesetzt. Ferner Angst mit Unruhe, zum Beispiel Panikattacken mit Herzklopfen.

  • Anfangsstadium bei Erkältung, Husten, grippalen Infekten
  • Augen-, Ohren- und Halsentzündungen
  • Krupp-Husten beim Ausatmen (Einatmen: Spong.)
  • Angina Pectoris
  • Röteln, Windpocken, Masern, Mumps
  • Blasenentzündung
  • Schockzustände

Leitsymptome

  • alle Infektionen sind begleitet von großer Unruhe und Heftigkeit
  • Hitzewallungen Fieber (ohne Schweiß), Herzklopfen, Arrhythmien, Taubheit einzelner Körperteile, Dyspnoe, Hyperventilation, Schwindel
  • Überempfindlich auf Geräusche / Berührung / Schmerz
  • Reizbarkeit
  • meist Folge von eisiger Kälte (schockartig); von Schreck / Schock: Todesangst
  • Kälte: äußerst empfindlich auf kalte trockene Luft
  • Trockenheit: Entzündungen bilden wenig Sekrete
  • Verlangen nach Kalten Getränken
  • Röte des Gerichts: eine Wange rot und die andere blass

Modalitäten

Besserung: im Freien (ohne kalten Wind), Ruhe, aufrechtes Sitzen

Verschlechterung: kalter Wind, Zugluft, nass werden, Sommerhitze, warmes Zimmer, abends, nachts (vor Mitternacht), Berührung, grelles Licht, Gerüche, Lärm, Musik, Menschenmenge, enge Räume, nach Schock

Acontium ist ein großes Kindermittel und eines der wichtigsten Akutmittel. Vor allem bei Schnupfen, Erkältungen und Infektionen. Die Kinder haben draußen bei kalten Wetter gespielt, kommen nach Hause, sind sehr hungrig beim Abendbrot und gehen gesund ins Bett. Vor Mitternacht werden sie mit ängstlicher Unruhe plötzlich aus dem Schlaf gerissen, und leiden an einer trockenen Hitze mit Fieber über 40°. „Kochendes Gefühl im Kopf“, dabei sind die Glieder kalt. Sie werfen sich im Bett hin und her klagen über unerträgliche Schmerzen. Das Gesicht ist hochrot und wird beim Aufrichten im Bett leichenblass. Tritt Husten in Erscheinung, ist er trocken, heiser und bellend, wobei sich das Kind bei den Attacken an den Hals greift, begleitet von Todesangst.

Bei Blasenentzündungen besteht zunächst ein Harnverhalt oder vergeblicher Harndrang, wobei sich die Kinder an die Genitalien greifen und aufschreien. Ferner haben sie einen unstillbaren Durst auf kalte Getränke.

 

Dosierung

Bei den Akutmitteln würde ich immer eine Hochpotenz (C12 -C30) mit jeweils 3-5 Globulies beginnen. Im weiteren Verlauf würde ich stündlich D12 3-5 Globulie verabreichen.

  • Alter 0-18 Lebensmonaten 3 Globulie
  • Alter 1,5- 6 Lebensjahre 5 Globulie
  • Ab 7 Lebensjahre 7 Globulie
  • Erwachsene 8-10 Globulie

Hinweis

Selbstverständlich dürfen sie auch schulmedizinisch Paracetamol oder Ibuprofen geben.

Ziel einer Maßnahme sollte sein, dass es ihrem Kind schnellstmöglich wieder besser geht!!!

Wenn Sie als Eltern das Gefühl haben, das sich der Zustand ihres Kindes verschlechtert, zögern Sie niemals sich an den ärztlichen Notdienst zu wenden.

siehe auch Haftungsausschluß

 

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